HEIKES TRÄUME
(1)
„Pack es schon aus!“, bettelte Tanja, die offensichtlich noch aufgeregter und neugieriger war als ihre Freundin.
„Ja, ja, gleich“, erwiderte Heike, „Ich will erst noch mal schaun, ob da wirklich kein Absender drauf steht.“
Sie drehte und wendete das Paket wieder und wieder, aber alles, was darauf zu lesen war, war „Geburtstagsgeschenk für Heike“. Heike hatte ihre Eltern gefragt, woher das Paket kam, aber die konnten ihr auch nicht weiterhelfen: „Als der Vater von der Arbeit kam, lag es im Garten.“, hatte Heikes Mutter erzählt.
„Pack es aus, oder willst du das ich vor Neugier sterbe?“, scherzte Tanja.
„Erstens ist es mein Geschenk und zweitens pack ich es ja jetzt aus, du Nervensäge“, sagte Heike und begann, den Tesafilm vom Geschenkpapier zu lösen. Unter dem dunkelblauen Papier verbarg sich eine schwarze Schatulle ohne Aufschrift. Als Heike die Schachtel öffnen wollte, bemerkte sie, das die Schatulle verschlossen war.
„Toller Scherz.“, sagte Tanja, wütend und enttäuscht.
Sie machte eine unwirsche Handbewegung, so dass das Geschenkpapier ein stückweit zur Seite rutschte. Es gab ein klirrendes Geräusch. Etwas war auf den Boden gefallen. Heike bückte sich und fand einen kleinen silbernen Schlüssel.
„Bingo!“, sagte sie, als sie den Schlüssel im Schloss umdrehte und die Klappe der Schatulle aufsprang. Im Inneren lag, in Styropor eingewickelt, ein auf Anhieb nicht näher zu identifizierendes technisches Gerät. Es konnte eine Art Discman, eine Digitalkamera oder eine kleinere Variante einer Playstation sein.
„Was ist das denn?“, fragte Tanja und beobachtete, wie Heike das Ding, an dem seltsame Schnüre hingen, aus seinem Styropormantel befreite.
„Das ist ein RPK.“, sagte Heike, die die großen Lettern auf dem viereckigen, silbernen Gerät gelesen hatte.
„Aha“, sagte Tanja, die sich darunter genauso viel oder wenig vorstellen konnte wie ihre Freundin.
Heike begutachtete gerade die Kabel, die aus dem Gerät führten, während Tanja in der Schatulle einen Fund machte: „Da ist ne Anleitung!“
Kurze Zeit später schüttelte Tanja den Kopf.
„Was steht denn da, lies mal vor“, bat Heike, die jetzt so ungeduldig war wie ihre Freundin vor dem Auspacken des geheimnisvollen Geschenks.
„Ein RPK ist ein REM-Phasen-Katalysator.“
„Heißt was?“, fragte Heike.
„Ich weiß auch noch nicht genau. Ich les dir einfach mal vor: ´REM kommt aus dem Englischen und steht für rapid eye movement. In dieser Traumphase erleben wir am intensivsten. Die Augen bewegen sich rapide, der Puls ist beschleunigt, die Atmung stärker. Der Realitätsgrad eines Traumes ist am stärksten. Oft bewegt sich der ganze Körper im Schlaf, Schlafwandler sind in dieser Traumphase auf den Beinen. Wenn wir in diesem Zustand geweckt werden, können wir erst nicht den Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit ausmachen. Wenn es ein Albtraum war, legt sich die Panik erst nach und nach. Wenn es etwas schönes war, sind wir enttäuscht, wenn wir realisieren, dass wir nur geträumt haben. Langer Rede kurzer Sinn: Unser Gerät, das RPK, macht sich die von Natur aus schon starke pyscho-physiologische Wirkung der REM-Phase zu Nutze, indem sie sie auf neurologisch-digitale Weise verstärkt. Der Traum erreicht dadurch eine Realitätsnähe, die Ihnen, lieber Kunde, kein Kino-Film bieten kann. Nicht mal eine Erinnerung an ein länger zurückliegendes Ereignis kann mit einer vergleichbaren Intensität aufwarten. Manche zufriedene Kunden behaupten sogar, RPK macht den Traum realer als die Wirklichkeit. Und was habe ich davon, werden Sie sich nun vielleicht fragen. Ganz einfach: Sie werden Schöpfer Ihrer eigenen Welt, Gott Ihres Geistes. Das RPK hat einen natürlichen Schutzfilter, der Albträume an Ihren körperlichen Reaktionen erkennt und eliminieren kann. Millionen von glücklichen Kunden weltweit erkannten im RPK das ideale Schlafmittel. Medizinisch anerkannt wird das RPK mittlerweile schon in vielen Krankenhäusern und Schlafüberwachungszentren angewandt. Sie können das Gerät ganz individuell auf Ihre Wünsche einstellen. Suchen Sie sich die Stimmung Ihrer Wahl aus. Die vorprogrammierten Filter eliminieren alle Traum-Schemata, die Sie gerade nicht aktivieren wollen und erlauben nur das Traum-Thema, das Sie bevorzugen. Im Einzelnen stehen folgende Schemata zur Verfügung: Glückstraum, Heldentraum, Flugtraum und Lusttraum.´“ Tanja unterbrach die Lesung, musste lachen: „Wer erlaubt sich denn so einen albernen Scherz mit dir?“
„Das würde ich auch gern wissen.“, antwortete Heike

(2)
Heike war allein zu Hause. Ihre Eltern waren für eine Woche zum Wandern verreist und Tanja war kurz nach der Beschäftigung mit dem Scherzartikel aus Heikes Garten so müde geworden, dass sie schnell zu sich nach Hause wollte. Heike saß nackt auf Ihrem Bett und begutachtete das silberne Gerät. Im Gegensatz zu ihrer Freundin, hielt sie es nicht für ausgeschlossen, dass das Gerät ernst gemeint war. Wer sollte sich soviel Mühe machen, ihr irgendeinen kaputten Discman bis zur Unkenntlichkeit umzubauen und dann auch noch eine so lange Anleitung zu schreiben?
Wie in der Anleitung beschrieben, setzte sie die Dioden an den beiden Kabelenden an ihre Stirn. Gerade als sie das Gerät an dem blinkenden roten Knopf amnschalten wollte, klingelte ihr Handy. Ein Blick aufs Display: Es war keine Nummer aus ihrem Telefonbuch. „Hallo Heike“, sagte eine seltsam verzerrte Stimme.
„Hallo“, antwortete Heike unsicher. „Wer ist da?“
„Der Mann, der dir dein Geschenk vorbeigebracht hat.“
„Wer sind Sie, ich erkenne Sie nicht.“
„Wie denn auch, ich habe hier ein Gerät um meine elektronisch Stimme zu verzerren.“
Heike bekam plötzlich Angst. Wurde sie von einem Verrückten verfolgt? Das war ja schlimmer als der Film ´Scream´. Als könnte er ihre Gedanken lesen, sagte der Mann am Telefon: „Hab keine Angst. Ich will dir nichts tun. Das ich jetzt anonym bleiben will, ist nur Teil eines Spiels. Und Spiele sind doch was schönes, Heike.“
Heike antwortete nicht.
„Willst du mit mir spielen, Heike?“
„Ja“, sagte Heike. Ihre Zunge war schneller als ihr Verstand. Rein intuitiv war da eine unerklärliche Nähe zu dem Fremden. Und so absurd es eigentlich war: Vertrauen.
„Gut“, antwortete die Stimme. „Ich will auch gerne mit dir spielen. Du hast einen tollen Körper. Du bist der Beweis dafür, dass es einen Gott gibt. Und ich verwette meine Eier, dass er sich in dich verliebt hat, als er dich gebastelt hat. Ich wette, er hat einen mächtigen Ständer gekriegt dabei. Vielleicht sind ja so die Berge und Täler auf der Erde entstanden: Gott hat dich gebastelt, seinen Lieblingsengel. Und da er sich nicht an dir vergehen wollte, du zartes Wesen, hat er sich irgendwo abreagieren müssen und seinen galaktischen Schwanz in unseren Planeten gerammt, immer wieder bis es ihm kam. Und so sind dann wohl die Meere entstanden. Was hältst du von meiner Theorie?“ Die Stimme lachte in Heikes Ohr.
„Sie sind krank.“
„Nein, Heike, sei nicht hart zu mir. Ich will dich nur amüsieren.“ Die Stimme bekam etwas unvermutet weiches, warmes, das durch alle Barrieren hindurchbrach – durch die elektronische Verzerrung, durch die räumliche Distanz wanderte es in Heikes Herz.
„Und dir gefällt mein Körper?“, fragte sie.
„Er ist perfekt. Du bist die Traumfrau. Deine langen Haare sind so schön, dass ich sie den ganzen Tag streicheln möchte. Deine Augen sind wie grüne Diamanten, die den Wert deines grossen Herzes nach aussen spiegeln. Sie sind wie ein grüner Gebirgssee, aus dem ein durstender Wanderer sich satt trinken kann, nur indem er hineinschaut für eine Ewigkeit. Dein Mund ist wie ein Magnet, ich muss ihn anschauen und möchte sterben dafür, einmal meine Lippen auf deine pressen zu dürfen. Dein Gesicht ist das eines Engels und man möchte selber Engel werden in deiner Nähe, um würdig zu sein, neben dir zu wandeln. Ich liebe dich, Heike“
„Ich weiss nicht, wer du bist, aber du berührst mich mit deinen Worten.“
„Dann darf ich dich um etwas bitten?“
„Ja“
„Berühr auch du dich.“
„Ich verstehe nicht?“
„Bist du nackt?“
„Ja“
„Bitte streichel dich für mich.“
„Du bist verrückt.“
„Bitte. Deine Brüste sind perfekt, ich würde wahnsinnig, wenn ich dich beobachten dürfte, wie du sie streichelst und drückst.“
Heike wurde schwindlig. Schauer durchströmten sie und eine wohlige Wärme breitete sich über ihren ganzen Körper aus. Über und in ihrem Körper.
„Ich streichel meine Brüste.“, sagte sie und erschrak ein bißchen. Was tat sie da eigentlich.
„Bist du erregt?“
„Meine Brustwarzen sind ganz hart.“
„Hättest du gern, das ich daran sauge?“
„Oh ja“, kam es über Heikes Lippen ohne dass sie vorher Zeit zum Überlegen hatte.
„Dass ich meine Zunge auf ihnen kreisen lasse.“
Heike stöhnte auf. Sie konnte sich nicht mehr zurückhalten und griff zwischen ihre Beine.
„Oh Gott, was machst du mit mir, ich bin ganz feucht!“
„Bist du feucht für mich?“
„Ja, ich bin nass, ich bin so nass.“
„Passe ich in dich rein? Steck dir den Mittelfinger in die Muschi.“
„Was?“
„Bitte“
„Oh Gott, ich bin so warm und nass.“
„Dann steck dir noch einen Finger rein.“
„Ja!“
„Stell dir vor, es ist mein Schwanz, der sich da in dir bewegt.“
„Oh mein Gott, ich kann...ich komme, ich koo-ooomme!“, schrie Heike. Ein nicht enden wollendes Zucken überzog ihren Körper, bis sie endlich erstarrt dalag. „Ich kann nicht mehr.“
„Schlaf gut.“, sagte die Stimme ruhig. „Ich glaube, du kannst gut schlafen. Den RPK kannst du auch noch morgen ausprobieren. Gute Nacht.“
Heike war schon eingeschlafen. Mit einem Lächeln auf den Lippen.

(3)
Heikes erster Gedanke am nächsten Morgen galt dem geheimnisvollen Fremden und dem himmlischen Orgasmus, den sie im zu verdanken hatte. Streng genommen war sie es ja eigentlich selbst gewesen, deren Finger sie zu diesem Höhepunkt gebracht hatten, aber seine Stimme und das was er damit sagte, hatten sie wild gemacht wie noch kein Mann, der in ihr gewesen war. Diese Stimme – roboterhaft und zutiefst menschlich zugleich. Das verzerrte elektronische in seinem Timbre betonte das Menschliche dahinter, wie ein Schatten das Licht betont. Heikes zweiter Gedanke galt der seltsamen Maschine, die ihr der Fremde in den Garten gelegt hatte. Sie begutachtete das Gerät lange von allen Seiten, dann steckte sie sich die Dioden an die Stirn und drückte, nach einem langen Einatmen, erst den Knopf „Lusttraum“ und dann den einladend blinkenden Startknopf. Eine monotone Stimme sprach zu ihr. Heike zuckte erschrocken zusammen, es klang als wäre die Stimme direkt in ihr. „Sie sind müde. Sie fühlen, wie sich ihre Glieder stärker und stärker in das Bett drücken. Sie atmen ruhig und gleichmässig. Sie spüren die frische Luft eines Sommermorgens.“ Das war das letzte was Heike von der tiefen, monotonen Frauenstimme hörte.

(4)
Heike öffnete die Augen. Sie stand irgendwo in totaler Finsternis. Instinktiv streckte sie die Arme aus. Sie griff ins Leere. Sie ging langsam einen Schritt voraus, die Arme weiter vorausgestreckt. Es folgten ein paar Schritte, dann spürten ihre Fingernägel harten Widerstand. Eine Wand. Sie tastete sich endlang. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und sie erkannte, dass sie in einer grossen Halle war. Sie ging ein paar Schritte weiter und sah, dass um sie herum Autos standen. Schnell war ihr klar, dass sie sich in einer Tiefgarage befand. Die einzige Beleuchtung waren die grünweiss leuchtenden Notausgang-Zeichen. Heike fühlte sich unwohl. Schnell lief sie zu einer Ausgangstür. Verschlossen. Ein Anflug von leiser Panik kam in ihr auf. Sie lief zur nächsten Tür. Auch verschlossen. Sie hatte Angst. Eine dritte Tür sah sie am anderen Ende der Halle und sie rannte darauf zu. Das harte Stechen ihrer Absätze gegen den Beton hallte durch den grossen Raum. „Hab dich!“, hörte sie plötzlich eine dunkle Männerstimme hinter ihr sagen und ehe sie sich umdrehen konnte, spürte sie eine grosse Hand in ihrem Nacken. Die Pranke des Mannes umschloss ihren gesamten Hals wie ein Halsband, das viel zu eng geschnürt war. „Ich krieg keine Luft mehr“, hauchte Heike. Ihr war schwindlig.
„Ich weiss.“
„Bitte tun sie mir nichts.“ Heike bekam nur noch ein Flüstern zustande.
„Kommt darauf an.“
„Auf was?“ Heike zitterte am ganzen Körper.
„Wie brav du tust, was ich dir sage.“
Der Mut der Verzweiflung wuchs in Heike und so laut sie konnte, fragte sie: „Und wenn nicht.“
Der in einem schwarzen Catsuit aus Lack gekleidete Mann drehte sich um, ohne den Druck seiner Schraubstockhand von ihrem Hals zu nehmen. Seine Maske hatte zwei Schlitze, einen für die Augen und einen für den Mund. Heike konnte bei diesen Lichtverhältnissen aber seine Augen nicht sehen. Die Stimme hinter der Maske sagte: „Wenn du nicht tust, was ich sage, werde ich deinen hübschen, zarten, weichen Model-Körper mit diesem Spielzeug hier in kleinen Einzelteilen an die Wand spritzen. Das wäre ein nettes Graffitti. Da wärst du auch nach deinem Tod noch ein Kunstwerk.“
Heike sah die Pistole und spürte, wie etwas warmes ihre Beine hinunterlief. Sie hatte sich das erste Mal seit ihrer Kindheit ins Höschen gemacht. Sie wurde rot.
„Was für ein übersprudelndes Wesen“, sagte der Mann, der das offensichtlich gehört hatte. Heike spürte seine Hand unter ihren Rock wandern, ihre nassen Oberschenkel entlang bis zu ihrer Scham. Ein dicker Finger schob sich zwischen ihre Schamlippen, tiefer und tiefer. Sie hatte das Gefühl, der Finger wanderte innerlich bis zum Bauchnabel. Dann flutschte die Hand schnell aus ihr. Der Mann steckte sich den Finger in seinen Mund, leckte genüsslich und sagte: „Lecker. Du schmeckst gut.“
„Zieh dich aus.“
Heike zog zitternd ihre Jacke aus.
„Weiter.“
Heike sah ihn nur böse an.
„Das dauert mir zu lang!“, schrie der Mann. Heike zuckte zusammen, als er ihr die Bluse mit einem kurzen, festen Griff entzwei riss, den BH zerriss, ihren Rock hinunterzerrte und ihren Slip einfach seitlich auseinanderriss, so dass der Stoff zu Boden fiel.
„Und jetzt setz dich hier auf den Boden. Auf den dreckigen Boden.“
Heike setzte sich.
„Mach die Beine weiter auseinander, ich will deine Votze sehen!“
Heike öffnete die Schenkel.
„Geil! Das ist das Tor zum Paradies. Und ich will die böse Schlange sein, die dich verführt.“
Heikes Augen hatten sich mittlerweile so weit an die Lichtverhältnisse gewöhnt, dass sie hinter dem Schlitz der Maske die Augen des Mannes erkennen konnte. Warme, dunkle Augen, die sie voller Interesse beobachteten. Dieser Mann, das erkannte Heike, himmelte sie an. So absurd das in dieser Situation war: Sie fühlte sich geschmeichelt, sie verlor sogar ein stückweit ihre Angst.
„Ich will sehen, wie du es dir selber machst.“
Heike wurde ganz warm bei diesen Worten und voller Lust berührte sie ihre Brüste, streichelte sich dann abwärts, über den Bauch, die Hüften, die Schenkel, wanderte zurück zu den Brüsten und über den Hals, dann wieder nach unten. Sie berührte
ihren Kitzler. Ihr Finger begann, kreisende Bewegungen zu machen, dann führte sie sich mit der anderen Hand einen Finger ein. Sie stöhnte auf. Gedankenverloren hatte sie die Gefahr vergessen, ein Blick in den Schlitz der Maske signalisierte ihr, dass hier kein Mörder oder Vergewaltiger vor ihr stand, sondern ein Verehrer, der alles getan hatte, um sie so zu sehen. Es erregte sie, diesen Verehrer scharf zu machen. „Gefällt dir das?“, fragte sie mit einem lasziven Lächeln.
„Oh ja, du bist eine perfekte Sexgöttin.“
„Dann huldige meinem Körper. Ich will, dass du für mich abspritzt!“
„Ja, ja!“ Nun war es der Mann, der zitterte. Er legte die Pistole zu Boden, öffnete den Reissverschluss seines glänzenden Anzuges und holte den längsten Schwanz hervor, den Heike je gesehen hatte. Allein der Anblick, das Ungewöhnliche der Situation und ihre Hände, die ihre Vagina stimulierten, brachten sie augenblicklich zum Orgasmus.
„Du bist so wunderschön, wenn du kommst. Bitte lass mich das nochmal sehen!“, flehte der Mann, der sein errigiertes Glied heftig mit seiner grossen Hand bearbeitete.
„Ich will mit dir gleichzeitig kommen“, sagte Heike.
„Ja!“
Heike starrte voller Begierde auf den riesigen Penis, der so nah vor ihrem Kopf war.
„Spritz mir ins Gesicht!“, schrie sie.
Der Mann kam näher, bis sein Glied direkt vor ihrem Mund war.
„Spritz mich an!“
„Ja! Ich komme!“, flüsterte der Mann und sein Sperma spritzte auf Heikes Wangen und Mund. Heike leckte den Saft von ihren Mundwinkeln und sagte: „Ich will mehr.“
Der Penis des Mannes war noch so hart wie zuvor, als Heike ihn berührte. Sie leckte die letzten Spermareste von der Eichel, spielte mit ihrer Zunge an seinem Schaft und den Hoden und schob sich dann die Spitze seines Gliedes in den Mund.
„Oh ja, bitte schieb ihn dir tiefer rein“, flehte der Maskierte.
Heike versuchte es, aber sie hatte das Gefühl, ihr Kiefer würde das nicht mitmachen. Doch ihre Erregung war stärker und sie schob sich die harte Stange tiefer in den Hals.
„Du geile Sexmaschine“, sagte der Mann.
„Ich... ich komme“, stöhnte Heike und im selben Augenblick fühlte sie, wie das warme Sperma sich in ihren Mund ergoss. Begierig schluckte sie mit geschlossenen Augen.
Erschöpft sank sie zu Boden. Sie spürte die grosse Hand des Mannes, die ihre Haare zärtlich streichelte. „Engel“, flüsterte er.
Als sie die Augen wieder aufmachte, lag sie in ihrem Bett. Das blinkende Lämpchen an ihrem RPK erinnerte sie daran, was gerade wohl passiert war. Offensichtlich hatte die Anleitung nicht zu viel versprochen.

(5)
„Hat es dir gefallen?“
Heike bekam Herzklopfen, als sie die Stimme des Fremden wieder hörte.
„Ja... Wer bist du?“
„Das spielt jetzt keine Rolle. Ich will im Moment nur, dass du dich mit deinem Geschenk amüsierst. Wann gehst du schlafen?“
„Jetzt. Ich bin hundemüde.“
„So, so müde bist du.“, sagte die Stimme, „Viel Spass!“
„Warte!“, rief Heike, doch die Antwort war nur das Tuten in der Leitung.
Kurz danach, schaltete Heike zum zweiten Mal das RPK an.

(6)
Der Duft indischer Räucherstäbchen betörte Heikes Geruchssinn. Der Rauch machte es schwierig, herauszufinden, wo sie war. Durch den Rauchnebel erkannte sie schliesslich die Konturen des Raumes. In der Mitte stand ein riesiges Himmelbett, das mit seidigen Tüchern behängt war. Orientalische Teppiche hingen an allen Wänden. Auf einem Tisch stand eine Karaffe mit Kaffee, dessen herb-frischer Geruch mit dem der Räucherstäbchen um die Aufmerksamkeit von Heikes Geruchsnerven buhlte. Daneben stand eine Schale mit exotischen Früchten, von denen Heike mindestens die Hälfte noch nie gesehen hatte. Alles in allem sah der Raum aus, wie die klischeehafte Vorstellung eines Filmrequisiteurs von einem Haremszimmer. Plötzlich spürte Heike Luft, die gegen ihren Nacken geblasen wurde. Unwillkürlich legte sie den Kopf nach hinten. Als sie sich umdrehte, sah sie in dunkle Augen, die von einem Schleier umrahmt waren. Die Frau trug ein Gewand aus dünner Seide, das so transparent war, dass Heike die weiblichen Formen ihres Gegenübers begutachten konnte. Die Brustwarzen bohrten sich durch den Stoff, als wollten sie davon befreit werden, um Berührungen und Zungenspiele geniessen zu können. Die Frau war unten komplett rasiert, was den Blick auf ihr Intimpiercing lenkte. Sie kam näher. Die dunklen Augen ruhten voller Begierde und Zärtlichkeit auf Heike. Die Frau, die ein wenig kleiner als sie war, streichelte über Heikes Haare. „Setz dich“, flüsterte die Fremde und deutete auf das grosse Bett. Heike nahm das Angebot gerne an, denn die Wärme, der Duft und ihre Erregung hatten sie leicht schhwindlig gemacht. Heike setzte sich an den Rand des Bettes, die Füsse am Boden und liess den Oberkörper sanft in die weichen Kissen fallen. Die andere Frau folgte ihr und setzte sich zu ihrer rechten ans Bett, begann, Heikes Oberschenkel zu streicheln. Obwohl sie eine Jeans trug, ging Heike die Berührung durch Mark und Bein. Eine zweite fremde Person betrat den Raum. Von der Statur her, nahm Heike erst an, dass es ein Mann war, doch als die Person näher kam, sah Heike die enorm grossen Brüste, die sich gegen das Seidenkleid pressten und die schönen Augen im verschleierten Gesicht.
„Wir wollen dich verwöhnen.“, erklärte die Neue. „Entspann dich einfach“, sagte Heikes Bettgenossin und ihre Hand fasste sanft in Heikes Schritt, worauf diese zusammenzuckte, doch mehr aus Erregung als aus Überraschung. „Willst du uns spüren?“, fragte die Grosse und kam näher. Heike konnte nur noch ein kaum erahnbares „Ja“ hauchen, so sehr erregte sie der Gedanke, dass gleich vier weiche Hände, zwei sanfte Münder und zwei feuchte Zungen ihren ganzen Körper verwöhnen würden. Die Bettgefährtin streichelte weiter Heikes Oberschenkel, während die Neue, nachdem sie sich im Schneidersitz hinter Heike gesetzt hatte, ihre Hände unter Heikes Pulli schob und begann, ihren Rücken zu streicheln und zu massieren. Geschickte Hände öffneten Heikes BH, so schnell, wie es nur Frauen können, und wanderten langsam vom Rücken nach vorne, umgriffen sanft Heikes Brüste, kneteten sie und spielten mit den steifen Brustwarzen. Heike stöhnte leise und schloss die Augen, als die Hand der kleineren Frau ihre Hosenknöpfe aufknöpfte, sich in ihren Slip schob und ein langer Finger in ihre nasse Höhle glitt. Die Kleinere zog Heike die Hose und den Slip aus, die Grössere streifte ihr den Pulli und BH ab. Als Heike nackt war, hob die Grössere sie ganz aufs Bett, so dass sie in der Mitte auf dem Rücken lag. Die Frauen zu ihrer linken und rechten zogen nun ihre seidigen Gewänder aus. Nun konnte Heike sehen, dass die Grosse eine Glatze und Brustpiercings hatte. Als die Glatzköpfige ihren interessierten Blick sah, nahm sie Heikes Hand und führte sie zu ihrem grossen Busen. Heike berührte die Brüste, erst schüchtern, dann traute sie sich, mit den Piercings zu spielen und daran zu ziehen.
Die Grosse zitterte vor Erregung und presste ihre weichen Lippen auf Heikes Mund, und schob ihre Zunge begehrend in Heikes Mund. Währenddessen begann die Kleinere, Heikes Körper mit heissen Küssen zu übersähen, am Nacken, am Hals, an den Brüsten, dem Bauch, den Seiten. Dann wanderte ihr Mund und ihre Zunge zu den Oberschenkeln. Heike wollte diese Zunge an ihrer Scheide spüren, doch die andere küsste und streichelte immer noch ihre Oberschenkel. Irgendwann konnte Heike sich vor Begierde nicht mehr zurückhalten, fasste die andere an den Haaren und schob ihren Kopf tiefer zwischen ihre Schenkel. Als die kreisende und stossende Zunge ihre Spalte und ihren Kitzler berührten, stöhnte Heike laut auf und griff fester nach den Brüsten der Glatzköpfigen. Diese kam mit ihrem Oberkörper näher und Heike konnte ihre Brustwarzen lecken und mit den Zähnen an den Piercings ziehen, was der anderen sichtlich und hörbar gefiel. Die Glatzköpfige spielte nun ihrerseits mit Heikes Brüsten, knetete sie, mal sanft, mal fest, rieb die Brustwarzen, zwickte sie leicht und zog sanft daran, um schliesslich daran zu saugen und zu lecken. Die Kleinere leckte weiter Heikes nasse Spalte, die Grosse setzte sich plötzlich auf Heikes Bauch, rutschte weiter vor, bis ihre Vagina einladend über Heikes Gesicht war. Heike spielte eine Weile mit dem Piercing, kreiste dann mit dem Finger am Kitzler der Gespielin und steckte ihr den Finger schliesslich in die Votze. Die Kleine schob nun einen zweiten Finger in Heikes nasse, weite Muschi, die Hände der Grossen streichelten Heikes Busen und Oberkörper. Heikes Körper bäumte sich erzitternd auf, als die Kleine ihr nun auch noch einen Finger in den Po steckte. Die Bewegungen der Hände, Münder und Zungen in und auf Heikes Körper, die Küsse, die Streicheleinheiten, die Penetration ihrer Löcher und wie es sich anfühlte, einer anderen Frau die Muschi zu lecken – das war zuviel für Heike und schnell explodierte sie in einen gigantischen, nicht enden wollenden Orgasmus.

(7)
Als Heike aufwachte, zitterte sie tatsächlich. Im Traum musste sie sich die Kleider ausgezogen haben, denn sie lag verschwitzt nackt in ihrem Bett, die Decke auf dem Boden. Ob der Körper die Orgasmen, von denen man träumt, real mitmacht?, fragte sie sich, denn sie fühlte sich entspannt und ausgefüllt wie nach gutem Sex.
Das Telefon klingelte.
„War´s schön?“, fragte die mittlerweile vertraute Stimme.
„Freut mich, dich zu hören“, erwiderte Heike, „Ja. Sehr schön.“
„Dachte ich mir schon.“ Man konnte das freche Ginsen des Mannes förmlich durchs Telefon sehen.
„Ich würde dich gern kennenlernen.“, sagte Heike und erschrak fast selbst darüber, wie ihre Neugier ihr Mut machte.
„Du kennst mich.“
„Aber ich will endlich wissen, wer sich hinter dieser Stimme verbirgt.“
Stille.
„Also?“, fragte er.
„Also schlage ich vor, dass du heute zu mir kommst. Meine Eltern sind nicht da.“
„Du hast keine Angst?“
„Nein“, antwortete Heike ohne zu lügen.

(8)
Es klingelte. Heikes Herz raste. Das konnte nur er sein. Sie sah durchs Schlüsselloch. Erst erkannte sie nichts, dann erahnte sie Konturen. Er stand maskiert da, in einem langen schwarzen Mantel, von der Nacht fast verschluckt.
Kurz überlegte Heike, ob sie ihn reinlassen sollte. Alle rationalen Gründe sprachen dagegen, doch ihre Neugier und auch ihre Lust sprachen dafür.
Sie öffnete die Tür.
Er gab ihr die Hand und sie bemerkte, dass er Latex-Handschuhe trug.
„Immer noch keine Angst?“, fragte er. Seine Stimme wurde immer noch verzerrt, offensichtlich mit einem Gerät an der Innenhaut seiner Maske.
Heike schüttelte den Kopf.
„Ich habe ein paar Spielsachen dabei“, sagte der Mann und öffnete seinen Leder-Rucksack. „Wenn du wissen willst, wer ich bin, musst du etwas dafür tun.“
Heike sah ihn mit grossen Augen an.
„Bist du bereit dazu?“, fragte er. Die Augen, die Heike durch die Schlitze der Maske sah, sahen sie eindringlich an.
„Ja“, flüsterte sie und blickte zu Boden.
„Zieh dich aus!“, befahl er.
Heike begann sehr langsam, sich zu entkleiden. Ihre Scheu war nur gespielt, um ihn anzuheizen. In Wirklichkeit erregte es sie, sich vor ihm zur Schau zu stellen, sich vorzustellen, wie sein Schwanz in seiner Hose immer grösser und härter würde und der Mann sich am liebsten auf sie stürzen und mit heftigen Stössen rammeln würde, hart, kurz und rücksichtslos.
„Erregt dich das?“, fragte sie, als sie nackt vor ihm stand.
„Erregt es dich?“, fragte er.
Heike wurde rot, sie fühlte sich ertappt. „Ja“, sagte sie und blickte in gespielter Verlegenheit zu Boden.
„Lass mich schmecken, ob es dir gefällt.“, sagte er und zog sie an der Hand zu sich. Er kniete sich hin, schob ihre Schenkel auseinander und züngelte an ihre Spalte, leckte darüber, bis Heikes Körper erzitterte.
„Braves Mädchen“, sagte er.
„Hier hast du deine Belohnung“, sagte er, zog seinen Mantel aus, öffnete seine Latex-Hose, griff nach seinem errigierten Penis und befreite ihn aus seinem Gummi-Gefängnis. „Bück dich!“, befahl er und Heike kniete vor seinem Schwanz wie die gläubigste aller Nonnen vor dem Altar.  „Willst du den in deinem Mund haben?“
Heike konnte nur nicken.
Sie öffnete den Mund und ihre Lippen umschlossen den harten Schwanz. Der Mann stöhnte, packte sie fest an den Haaren und bewegte so ihren Kopf vor und zurück.
„Bist du gern meine Mundvotze?“
Heike machte es unheimlich Spass und als Antwort stiess sie sich den Schwanz noch tiefer in den Hals.
„Brav“, sagte er. Dann zog er sie plötzlich an den Haaren von seinem Glied weg.
„Steh auf!“, befahl er.
Er holte Handschellen aus seinem Rucksack und legte sie ihr so an, dass ihre Hände hinter dem Rücken verbunden waren. Dann verband er ihre Füsse mit Fussketten. Schliesslich legte er ihr ein Halsband um, so eng, dass es sie am Hals würgte, als würden seine Hände ihn umschliessen. Fest, aber auf eine eigenartige Art erregend. So ausgeliefert zu sein erregte sie mehr als alles, was sie je gekannt hatte. Sie spürte, wie sie rot wurde vor Hitze und Erregung.
Er schmiess sie zu Boden und richtete sie dann so zurecht wie er sie haben wollte, als wäre sie ein Püppchen, deren Gliedmassen man drehen konnte.
„Bereit für den Schmerz?“
„Ja“, antwortete Heike. Sie wusste nicht, was es war, dass sie so hingebungsvoll und im wahrsten Sinne des Wortes an diesen Mann fesselte. Aber sie war ohnehin viel zu geil, um noch klar denken zu können.
Er kam näher, in der Hand einen Seidenschal. Er verband ihr damit die Augen und Heike sass in Dunkelheit auf den Knien, den Oberkörper auf dem Boden.
Ein fester Klaps auf ihrem Po war das erste, was sie wahrnahm. Dann das Streicheln von Schnüren an derselben Stelle.
„Weißt du was das ist?“, fragte er.
„Eine Peitsche?“, fragte sie leise.
„Falsche Antwort!“, sagte er, „Strafe!“
Wieder spürte Heike einen Schlag auf die Pobacken, diesmal fester.
„Aua!“, protestierte sie, „Aber es ist doch eine Peitsche!“
Wieder spürte Heike die Peitsche, diesmal klatschten ein paar Schnüre gegen ihre Votze.
„Aber die richtige Antwort wäre gewesen: ´Eine Peitsche, Meister´!“, sagte er. „Verstanden?“
„Ja“, antwortete Heike und bekam als Reaktion einen noch festeren Schlag auf den roten, warmen Po.
„Für dich heisst das: ´Ja Meister´!“, meinte er, „Verstanden?“
„Ja Meister.“, flüsterte Heike, die sich nun ganz fallengelassen und sich dem Mann bedingungslos hingegeben hatte. Alles was sie jetzt noch wollte, war Befriedigung ihrer sexuellen Lust, die so groß war, dass sie meinte, zerspringen zu müssen.
„Brav. Du bist eine brave Lustsklavin.“, sagte er und die Peitschenseile streichelten sanft kreisend über ihren Rücken wie viele kleine Hände.
„Streck deinen Arsch weiter hoch!“, befahl er dann.
Sie tat wie ihr geheissen und hoffte, dass sein Schwanz sie ausfüllen würde, egal in welches Loch, nur recht tief und fest sollte er sie nehmen.
„Aua!“, schrie sie. Etwas hartes drang von hinten zwischen ihre Pobacken und bohrte sich fordernd in ihren Anus.
„Das geht nicht!“, schrie sie, als sie spürte, wie hart der Gegenstand war.
„Das geht, wenn du es willst, du kleine Hure!“, sagte er. Er sollte Recht behalten - der Griff der Peitsche bohrte sich also in Heikes Arsch. Das Gefühl dieser Stimulation wanderte sofort in Heikes Muschi und machte sie noch geiler.
„Was hättest du jetzt gern?“, fragte er.
„Fick mich!“, bettelte sie.
„Das hättest du wohl gern, du kleines Flittchen.“
„Bitte! Füll mich!“
„Hier hast du schon mal einen Vorgeschmack“, sagte er, rammte seinen harten Schwanz in ihr sehnsüchtig wartendes Loch.
„Oh Gott!“, stöhnte Heike.
Doch er zog sein Glied wieder aus ihrer feuchten Votze.
Heike winselte „Nein! Bitte! Biiitte!“
„Würdest du alles für mich tun?“, fragte er.
„Ja“
„Wirst du bei mir bleiben, wenn du weißt, wer ich bin?“
„Ja“
„Wirst du mich lieben?“
„Ja“
Als Antwort stiess sein Schwanz in Heikes nasse Spalte, bewegte sich tief in ihren Körper und wieder fast ganz hinaus, erst langsam, dann schneller werdend, er reitete sie in einen wilden Galopp bis zum gleichzeitigen Orgasmus.

Als er ihr die Augenbinde abnahm und sie ihn ohne Maske sah, sagte sie: „Ich hatte gehofft, dass du es bist.“
„Ich hatte auch gehofft, dass du es bist.“, antwortete er.
„Aber du wusstest es doch?“
„Ich meine: Ich hatte auch gehofft, dass du die Frau bist, auf die ich immer gewartet habe.“
„Die will ich sein.“, sagte Heike und gab Michi einen langen Kuss.

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